Viele Radfahrer akzeptieren Sattelbeschwerden als unvermeidlichen Teil des Radfahrens. Sie tragen gepolsterte Radhosen, stehen zwischendurch aus dem Sattel auf und brechen Touren ab, wenn der Druck zu unangenehm wird.
Was viele dabei übersehen: Sattelbeschwerden müssen nicht einfach hingenommen werden. Häufig liegt die Ursache in einer ungünstigen Passform oder Druckverteilung.
Das menschliche Becken ist nicht dafür ausgelegt, stundenlang auf einer schmalen, flachen Auflagefläche zu sitzen. Die beiden Sitzknochen – die sogenannten Sitzbeinhöcker – benötigen Unterstützung in der passenden Breite, im richtigen Winkel und mit einer zum Fahrstil passenden Polsterung.
Fehlt diese Unterstützung, kann sich der Druck stärker auf empfindliches Weichgewebe verlagern – darunter Nerven, Blutgefäße und der Dammbereich. Genau dadurch können Taubheitsgefühle, Kribbeln und Schmerzen entstehen, die viele Radfahrer nur allzu gut kennen.